Gera bis 2020 zu einem drittel mit erneuerbaren Energie

Bis ins Jahr 2020 will die Kreisstadt Groß Gerau circa 30 % ihres Strombedarfs über Sonnen-, Wind- und Wasserkraft decken. Ein immenses Ansinnen, denn noch 2009 waren es lediglich 2 Prozent.

In diesen Tagen wurde dem Kreistag ein neues Energiekonzept vorlegt, das unter anderem die

Möglichkeiten zur Nutzung von regenerativer Energie abdeckt. Auf diese Weise können im Kreis Windkraft, Sonnenenergie und auch Erdwärme genutzt werden. Übereinstimmend waren sich die Mitglieder des Kreisrats auch über den Antrag der SPD-Grünen Koalition, die nun einen konkreten Zeitplan verlangt.

Gleichzeitig sollen aber auch Fragen der CDU geklärt werden, welche zusätzlich wissen möchte, an welchen Stellen es im Landkreis brauchbare Plätze für Windkraftanlagen gibt.

Christine von Essen glaubt an eine zügige Durchführung des Energiekonzepts und auch der SPD Fraktionsvorsitzende Gerald Kummer will handeln und nicht nur reden. Nach Meinung von CDU Fraktionsvorsitzenden Günter Schork sei das Ziel, 30 % aus regenerativer Energie ohne Windenergie nicht umzusetzen, allerdings müsse den Bürgern auch offen gesagt werden, dass die übrigen 70 % aus anderen Quellen kommen werden. Dennoch will die CDU, dass das Vorhaben realisiert wird.

Angesichts des immer schlechter werdenden Images der Atomenergie und der Kohlekraft mit ihren immensen Ausstößen von CO2 könnte es andererseits allerdings einfacher werden, das Vorhaben zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, schließlich gehen denjenigen, die Strom aus konventionellen Energieträgern herstellen aufgrund er Gefährlichkeit oder der Klimaschädlichkeit ihrer Rohstoffe langsam die Optionen aus.

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