Pufferspeicher- Eine lohnende Anschaffung

Ein Großteil Heizungen in deutschen Häusern sind älter als 20 Jahre. Die Anlagen wurden damals meist zu groß kalkuliert oder der Wärmebedarf ist durch Dämmung der Häuser gesunken.
Dies führt dazu, dass die Kessel oft, dafür aber nur kurz laufen, um Warmwasser und Heizungswasser zu erhitzen.
Diese häufigen Brennerstarts erhöhen den Brennstoffverbrauch und den Verschleiß der Bauteile, höhere Kosten entstehen.


Der Kompletttausch einer Heizungsanlage ist aber teuer. Abhilfe kann ein Pufferspeicher schaffen.
Pufferspeicher sind große Stahltanks, die mit mehreren hundert Litern Wasser gefüllt sind.
Dieses Wasser wird nun vom Heizungskessel erhitzt. Dafür muss der Kessel längere Zeit am Stück heizen und arbeitet so besonders sparsam.
Anschließend gibt der Pufferspeicher die Wärme langsam wieder an das Brauchwasser und den Heizkreis ab. Dafür verlaufen Rohre spiralförmig durch den Pufferspeicher. Das Warmwasser und das Heizungswasser werden durch den Pufferspeicher gepumpt und so erwärmt.
Ist der Pufferspeicher dadurch wieder abgekühlt, wird er vom Heizkessel wieder aufgeheizt.
Durch einen Pufferspeicher werden also die Brennerstarts stark verringert und die Laufzeit je Start verlängert. Dadurch arbeitet die Heizung insgesamt viel effizienter. Heizkosteneinsparungen von bis zu 30 Prozent sind so auch schon ohne Kompletterneuerung der Heizungsanlage möglich.
Doch Pufferspeicher haben auch noch einen weiteren Vorteil. Die alten Heizungsanlagen haben für Warmwasser oft nur einen kleinen Speicher. Wird nun in kurzer Zeit viel warmes Wasser gebraucht, etwa wenn in einem Mehrpersonen-Haushalt alle hintereinander duschen, ist das warme Wasser schnell „alle“. Mit einem Pufferspeicher wird dieses Problem gelöst. Die Spiralrohre im Inneren sind so ausgelegt, dass sie auch im Falle einer großen Wasserentnahme das durchfließende Wasser auf die gewünschte Temperatur erwärmen.
Ein Pufferspeicher für ein Einfamilienhaus sollte ein Volumen von etwa 750 Litern haben. Erhältlich sind sie ab etwa 800 Euro, kleinere Pufferspeicher sind entsprechend günstiger.
Allerdings sollte man sich in seiner Entscheidung nicht nur nach dem Preis richten. Qualitätsmodelle sind zwar oft teurer, doch durch ihre bessere Dämmung und Materialien können sie die Wärme auch länger speichern, besser an das System abgeben und so zusätzlich Kosten sparen im Vergleich zu günstigeren Modellen.
Ein Fachmann sollte in jedem Fall zu Rate gezogen werden und den Pufferspeicher auch einbauen.

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